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Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Berechnung, Anforderungen und Förderfähigkeit

Übersicht
Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B ist die technisch präziseste Methode zur Optimierung von Heizungsanlagen. Im Gegensatz zu vereinfachten Verfahren basiert er auf einer raumweisen Heizlastberechnung und einer exakten Ermittlung der erforderlichen Volumenströme.
 
Verfahren B ist heute in vielen Fällen Voraussetzung für die BAFA- und KfW-Förderung und stellt sicher, dass Heizsysteme energieeffizient, normgerecht und dauerhaft stabil betrieben werden.


​Was ist Verfahren B?
Beim Verfahren B wird der hydraulische Abgleich auf Grundlage einer detaillierten Heizlastberechnung durchgeführt. Für jeden Raum werden:

  • Heizlast gemäß DIN EN 12831

  • erforderliche Vor- und Rücklauftemperaturen

  • notwendige Volumenströme

  • VentilvoreinstellungenPumpenparameter

ermittelt.
 
Ziel ist eine gleichmäßige Wärmeverteilung bei minimalem Energieeinsatz.
 

Technische Berechnung im Verfahren B
Der hydraulische Abgleich umfasst:

  1. Heizlastberechnung je Raum

  2. Bestimmung der erforderlichen Massenströme

  3. Berechnung der Druckverluste im Netz

  4. Einstellung der Thermostatventile

  5. Optimierung der Umwälzpumpe
     

Insbesondere in Mehrfamilienhäusern oder komplexen Rohrnetzen ist diese detaillierte Betrachtung entscheidend für einen stabilen Betrieb.


Wann ist Verfahren B erforderlich?

Verfahren B ist erforderlich bei:

  • BAFA-geförderten Maßnahmen

  • KfW-Effizienzhaus-Sanierungen

  • Austausch von Wärmeerzeugern

  • größeren Mehrfamilienhäusern

  • komplexen Heizungsnetzen
     

Ein vereinfachter Abgleich reicht hier in der Regel nicht aus.


​Vorteile des hydraulischen Abgleichs nach Verfahren B

  • Höhere Energieeffizienz

  • Reduzierter Stromverbrauch der Pumpe

  • Gleichmäßige Raumtemperaturen

  • Vermeidung von Strömungsgeräuschen

  • Förderfähigkeit nach BAFA und KfW
     

Langfristig reduziert sich der Energieverbrauch messbar.

Typische Fehler ohne Verfahren B

  • Ohne präzise Berechnung treten häufig auf:

  • Überversorgte nahe Heizkörper

  • Unterversorgte entfernte Heizflächen

  • Unnötig hohe Vorlauftemperaturen

  • Erhöhter Verschleiß

  • Ineffizienter Betrieb

     

Fazit

  • Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B stellt den aktuellen Stand der Technik dar und ist bei förderfähigen Maßnahmen nahezu unverzichtbar.

  • Durch eine präzise Berechnung und fachgerechte Einstellung wird die Heizungsanlage dauerhaft effizient betrieben.

Weiterführende Informationen

  • Hydraulischer Abgleich im Mehrfamilienhaus

  • BAFA-Förderung & hydraulischer Abgleich

  • KfW-Förderung & Anforderungen

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